In meiner aktuellen Arbeit beschäftige ich mich mit Fragmenten – Überresten von Architektur, Objekten und natürlichen Strukturen. Mich interessiert, wie sich diese Elemente aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang lösen und in neuen Konstellationen wieder begegnen. Dabei entstehen Bilder, die Spuren von Zeit, Veränderung und Erinnerung in sich tragen.
Meine Arbeiten bewegen sich zwischen Konstruktion und Auflösung. Schichtungen, tektonische Formen und schwebende Elemente überlagern sich, verschieben sich und treten zueinander in Beziehung. Nichts wirkt endgültig – vielmehr zeigen die Bilder einen Zustand, in dem Veränderung sichtbar bleibt.
Fusion bedeutet für mich, unterschiedliche Elemente miteinander zu verbinden, ohne ihre Eigenständigkeit aufzuheben. Durch das Überlagern verschiedener Strukturen entstehen neue Zusammenhänge und Spannungen. Gegensätze wie Chaos und Ordnung oder Dichte und Leere stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander.
Balance entsteht aus diesem Zusammenspiel. Trotz Brüchen, Überlagerungen und Verschiebungen entwickelt sich eine innere Ordnung, die die einzelnen Elemente zusammenhält. Ich suche nach einer Bildsprache, in der Bewegung und Ruhe, Offenheit und Konzentration gleichzeitig vorhanden sein können.